Technik erklärt

Wie leicht kann ein Lastenrad sein?

Stand: Juli 2026
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Wie leicht kann ein Lastenrad sein?

Lastenräder haben den Ruf, schwer zu sein — viele E-Lastenräder bringen 35 bis 50 Kilo auf die Waage, bevor auch nur ein Einkauf drin liegt. Es geht auch anders: Ein Velo Lab wiegt fahrfertig ab 17,6 Kilogramm. In diesem Beitrag schauen wir uns an, warum das Gewicht beim Lastenrad eine so große Rolle spielt, wo die Kilos stecken — und wo die Grenzen des Leichtbaus liegen.

Warum Gewicht beim Lastenrad doppelt zählt

Jedes Kilo am Rad musst du beschleunigen — an jeder Ampel, aus jeder Kurve, an jedem Anstieg. Beim normalen Fahrrad fällt das kaum auf. Beim Lastenrad, das ohnehin Zuladung trägt, summiert es sich: Ein leichtes Rad fährt sich agiler, beschleunigt williger und bleibt auch beladen berechenbar.

Dazu kommt der Alltag abseits des Fahrens: das Rangieren im Hof, der Bordstein, die Kellerrampe. Ein Rad, das du mit einer Hand anheben kannst, verhält sich in all diesen Situationen fundamental anders als eines, das so viel wiegt wie ein Mofa.

Die Zahlen

Konkret sieht das bei unseren Rädern so aus:

  • Rahmenset: ab 6,4 kg — die Basis, auf der jedes Rad aufbaut
  • Komplettrad: ab 17,6 kg — fahrfertig, je nach Konfiguration
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 185 kg — Fahrer plus Ladung inklusive

Zum Vergleich: 17,6 Kilo — das ist die Gewichtsklasse eines soliden Trekkingrads. Nur dass hier eine Ladefläche zwischen den Rädern liegt.

Das Extrem: der Leichtbaulaster

Wie weit man das Konzept treiben kann, zeigt der Leichtbaulaster — ein Projektrad, das mit 13,97 Kilogramm auf der Waage steht. Ein Rad unter 14 Kilo mit ausgewachsener Ladefläche ist keine Alltagskonfiguration für jeden Zweck, aber es beweist, was die Plattform hergibt, wenn man bei jeder Komponente konsequent bleibt.

Wo die Kilos stecken

Leichtbau ist keine einzelne Maßnahme, sondern die Summe vieler Entscheidungen:

  • Der Rahmen: Aluminium, konstruiert auf das, was ein Lastenrad wirklich braucht — ohne totes Material an Stellen, die keine Last tragen.
  • Die Lenkung: Die Seilzuglenkung kommt ohne schwere Schubstange samt Gelenken aus. Zwei Stahlseile wiegen fast nichts.
  • Die Komponenten: Über den Konfigurator entscheidest du selbst, wo du Gewicht sparst — bei Laufrädern, Antrieb und Ausstattung.
  • Die Motorfrage: Der größte Einzelposten ist der Antrieb. Ein Motor samt Akku bringt schnell fünf bis zehn Kilo mit — bei uns ist er eine Option, keine Voraussetzung.

Leicht heißt nicht zerbrechlich

Der wichtigste Einwand zuerst: Ein leichtes Lastenrad muss genauso viel aushalten wie ein schweres. Deshalb steht neben „ab 17,6 kg" die zweite Zahl: 185 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht. Leichtbau heißt nicht, Material wegzulassen, das gebraucht wird — sondern keines zu verbauen, das nichts trägt.

You can be the engine

Das vielleicht beste Argument für ein leichtes Lastenrad: Es fährt sich auch ohne Motor. Bei knapp 18 Kilo Eigengewicht reicht Muskelkraft für den Alltag völlig aus — kein Akku, der geladen werden will, keine Elektronik, die altert, keine Reichweitenfrage. You can be the engine. Und wer doch Unterstützung will, konfiguriert sie einfach dazu.

Dass leichte Lastenräder kein Nischenthema mehr sind, sieht übrigens auch die Fachpresse so: radfahren.de zählt sie zu den Lastenrad-Trends 2026.

Fazit

Wie leicht kann ein Lastenrad sein? Fahrfertig ab 17,6 Kilo, als Projektrad sogar unter 14 — bei 185 Kilo zulässigem Gesamtgewicht. Entscheidender als der Rekord ist aber, was das Gewicht im Alltag bedeutet: ein Lastenrad, das sich fährt wie ein Fahrrad. Weil es eines ist.

Wie leicht wird deins?

Rahmenset oder Komplettrad, mit oder ohne Motor — schreib uns, was du transportieren willst, und wir beraten dich zur passenden Konfiguration.

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