Technik erklärt

Roh-Alu fahren: Lastenrad ohne Lack

Stand: Juli 2026
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Roh-Alu fahren: Lastenrad ohne Lack

Unsere Räder gibt es in sechs Standardfarben und auf Wunsch in jeder RAL-Farbe — aber eine „Farbe" fällt aus der Reihe: Roh. Blankes, unlackiertes Aluminium, Schweißnähte sichtbar, Werkstattcharakter ab Werk. Die häufigste Frage dazu bekommen wir so oft, dass sie in unseren FAQ steht: Kann man das wirklich fahren? Korrodiert das nicht? Die kurze Antwort: Ja, kann man. Hier die lange.

Warum der Rahmen das mitmacht

Der Grund liegt im Material: Unsere Rahmen bestehen aus einer 6000er-Aluminiumlegierung (6061, wärmebehandelt) — und die ist deutlich korrosionsbeständiger als die 7000er-Legierungen, die im Fahrradbau sonst verbreitet sind. Aluminium bildet an der Luft von selbst eine hauchdünne Oxidschicht, die das Metall darunter schützt. Bei der 6000er-Legierung bleibt diese Schicht gleichmäßig und unauffällig — der Rahmen wird matter, aber er „rostet" nicht vor sich hin.

Was mit der Zeit passiert

Ein roher Rahmen verändert sich — und das ist der Punkt, den man mögen muss: Aus dem hellen Glanz der ersten Wochen wird eine mattere, lebendige Oberfläche. Patina, nicht Schaden. Jeder Regenguss, jeder Wintereinsatz, jede Tour schreibt mit. Wer ein Rad will, das nach fünf Jahren noch aussieht wie im Katalog, nimmt die Pulverbeschichtung. Wer ein Rad will, das seine Geschichte zeigt, fährt Roh.

Kratzer? Auspolieren.

Hier spielt Roh seinen größten Trumpf aus: Bei einem lackierten Rahmen ist jeder Kratzer ein kleines Ärgernis — die Stelle bleibt sichtbar, Ausbessern ist Bastelei. Beim rohen Rahmen gilt: Kratzer lassen sich einfach auspolieren. Kein Lack, der abplatzen könnte, keine Farbe, die man treffen müsste. Gerade bei einem Arbeitsgerät, das täglich beladen, angelehnt und angeschlossen wird, ist das ein sehr praktisches Argument.

Pflege: weniger, als du denkst

Ein Roh-Rahmen braucht keine Spezialbehandlung. Ab und zu abwischen, bei Bedarf mit einer Aluminium-Politur auffrischen — das war's. Wer die hellere Optik der ersten Tage erhalten will, poliert öfter; wer die Patina mag, lässt sie einfach kommen. Falsch machen kann man wenig.

Der Look: Understatement mit Haltung

Roh ist bei unseren Kunden längst mehr als eine Sparoption — es ist ein Statement. Im Showroom stehen einige der schönsten Beispiele: das RAW! Arbeitstier, ein konsequent nüchternes Arbeitssetup, oder der besondere Hundetransporter mit rohem Rahmen, Rennlenker und selbstgebauter Ladefläche. Blankes Aluminium passt zu allem, altert in Würde — und zeigt nebenbei jedem Betrachter die Schweißnähte, die andere Hersteller unter Lack verstecken.

Fazit

Roh fahren ist keine Mutprobe, sondern eine bewusste Wahl: Die 6061-Legierung macht es technisch unproblematisch, Kratzer verlieren ihren Schrecken, und die Optik wird mit den Jahren eher besser als schlechter. Und falls du dich doch umentscheidest: Pulverbeschichten geht immer noch — andersherum wird es schwierig.

Roh oder RAL?

Schau dir beide Varianten am besten live an — oder schreib uns, wir schicken dir Beispiele aus der Fertigung.

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